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Steigende Mieten, geringes Wohnungsangebot. Das TV-Duell zur Bundestagswahl 2013 bleibt Antworten schuldig.

Mitteilung vom 02.09.2013


Neunzig Minuten, zwei Kandidaten und vier Journalisten, es wurde viel geredet aber wenig gesagt. Das gilt insbesondere für Themen, die die Immobilienwirtschaft brennend interessieren. Wie ist das mit der Mietpreisbremse? Antworten hierauf sind uns beide Kandidaten, Frau Merkel wie Herr Steinbrück, schuldig geblieben. Wir wollen das Thema kurz beleuchten.

Steigende Mietpreise in den großen Städten.

Die Mietpreise in den großen Städten wie Berlin, Hamburg und München steigen seit einigen Jahren stetig und werden für die große Masse der Interessenten damit stetig unattraktiver.  Gründe hierfür sind nicht etwa in der Willkür der Wohnungsanbieter, sondern nach dem einfachen ökonomischen  Prinzip der Volks- und Betriebswirtschaft zu erklären: Die Nachfrage regelt das Angebot. In den großen Ballungsgebieten zeigt sich seit geraumer Zeit eine deutliche Umverteilung der Bervölkerungsschichten. Während in den ländlichen Gebieten die Zahl der Einwohner stetig sinkt, nimmt sie in den Großstädten auffallend zu. Fehlende Infrastruktur, wenige Jobangebote, sowie der Wegfall der Eigenheimzulage beschleunigen diese Entwicklung. Hinzu kommt, dass die Bautätigkeit, also die Schaffung von neuem Wohnraum, in der Vergangenheit massiv vernachlässigt wurde. Als Lösungsansätzen bieten die Grünen wie auch die SPD eine Mietpreisbremse. Kommunen soll die Möglichkeit gegeben werden, aktiv in die Mietpreisgestaltung einzugreifen. Das soll möglich sein mit einer Begrenzung des Mietzinses an das Vergleichsniveau, sofern eine Wohnung neu vermietet wird. Die Union springt auf diesen Zug, favorisiert aber gleichzeitig mit der FDP die Idee, Anreize für den Wohnungsneubau zu schaffen.

Eine  Mietpreisbremse wird dieses Problem nicht lösen, die Schaffung neuen Wohnraums muss gefördert werden.

Eine Regulierung der Mietzinsen ist ein beachtlicher Einschnitt in die freie Vertragsgestaltung zwischen Mieter und Vermieter und wird von uns nicht favorisiert. Bei dieser Diskussion kehrt man gerne unter den Tisch, dass gerade Familien mit Kindern und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen sich massiven Problemen bei der Wohnungssuche ausgesetzt sehen.  Sie müssen sich auf Grund starker Nachfrage und geringem Angebot gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern behaupten und ziehen dabei oft den Kürzeren. Uns scheint es sinnvoller,  Anreize zum Bau neuer Wohnräume zu schaffen, damit regulieren sich die Märkte in einem gesunden Verhältnis von alleine, denn: Die Nachfrage regelt das Angebot.



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